The Californian Ideology
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Use of force
Krupp.Stadt.Essen
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Über dieses Projekt
Use of force untersucht das visuelle Nachwirken der Los Angeles Riots von 1992 und der ihnen vorausgehenden Polizeigewalt. Ausgangspunkt ist die Amateurvideoaufnahme der Misshandlung Rodney Kings am 3. März 1991. Das Projekt fragt danach, wie eine einzelne Bildsequenz die öffentliche Wahrnehmung von Polizeigewalt veränderte und zugleich den wachsenden Einfluss von Fernsehen und Fotografie auf das kollektive Gedächtnis sichtbar machte. Die Ereignisse werden nicht nur als Wendepunkt der jüngeren amerikanischen Geschichte verstanden, sondern auch als Moment, in dem Medienbilder das Verhältnis von Gewalt, öffentlicher Meinung und politischem Diskurs grundlegend veränderten.
Fotografiert an historischen Orten in Los Angeles konzentriert sich die Arbeit auf Schauplätze, die eng mit den Unruhen und ihren Folgen verbunden sind. Straßen, Kreuzungen, Geschäftsgebäude und öffentliche Räume erscheinen von jener medialen Bildgewalt befreit, durch die sie weltweit bekannt wurden. Ihre historische Bedeutung ist heute nicht unmittelbar sichtbar, sondern entsteht erst aus der Spannung zwischen ihrer alltäglichen Erscheinung und den Bildern, die diese Orte dauerhaft im kollektiven Gedächtnis verankert haben.
Ergänzt werden die Ortsaufnahmen durch inszenierte Stillleben, die auf Archivmaterial, Zeitungen, Fernsehaufzeichnungen und weiteren historischen Quellen basieren. Die Arrangements untersuchen, wie Fotografien, Druckerzeugnisse und bewegte Bilder historische Narrative hervorbringen, einzelne Ereignisse in kulturelle Erinnerungen überführen und zugleich deren politische und gesellschaftliche Komplexität überlagern.
Die Arbeit verfolgt die Distanz zwischen historischen Ereignissen und ihrer fortdauernden Existenz als Bilder. Sie fragt danach, wie Fotografien und Fernsehbilder die Erinnerung an politische Gewalt bis heute prägen und wie ihre Bildsprache noch lange nach den Ereignissen sowohl in der Stadtlandschaft als auch im kollektiven Gedächtnis fortlebt.
Use of force is a photographic project examining the visual legacy of the 1992 Los Angeles Riots and the police violence that preceded them. Beginning with the amateur video recording of Rodney King on March 3, 1991, the work explores how a single sequence of moving images transformed public perceptions of police brutality while exposing the growing influence of television and photography on collective memory.
The project approaches these events not only as a turning point in recent American history, but also as a moment in which media images fundamentally altered the relationship between violence, public opinion, and political discourse.
Photographed across Los Angeles, the project focuses on locations closely connected to the riots and their aftermath. Streets, intersections, commercial buildings, and public spaces appear stripped of the visual intensity through which they became known worldwide. Their historical significance is no longer immediately visible. Instead, it emerges through the tension between their ordinary appearance and the images that fixed these places within the public imagination.
Alongside the site photographs, the work incorporates staged still lifes developed from archival documents, newspapers, television broadcasts, and other historical sources. These arrangements investigate how photographs, printed matter, and moving images construct historical narratives, transforming specific events into enduring cultural memories while simultaneously obscuring the complexity of their political and social contexts.
The resulting body of work traces the distance between historical events and their continued existence as images. It asks how photographs and television broadcasts continue to shape the remembrance of political violence, and how their visual language remains embedded in both the urban landscape and the collective imagination long after the events themselves have passed.
Das Projekt fragt danach, wie eine einzelne Bildsequenz die öffentliche Wahrnehmung von Polizeigewalt veränderte und zugleich den wachsenden Einfluss von Fernsehen und Fotografie auf das kollektive Gedächtnis sichtbar machte. Die Ereignisse werden nicht nur als Wendepunkt der jüngeren amerikanischen Geschichte verstanden, sondern auch als Moment, in dem Medienbilder das Verhältnis von Gewalt, öffentlicher Meinung und politischem Diskurs grundlegend veränderten.
Fotografiert an historischen Orten in Los Angeles konzentriert sich die Arbeit auf Schauplätze, die eng mit den Unruhen und ihren Folgen verbunden sind. Straßen, Kreuzungen, Geschäftsgebäude und öffentliche Räume erscheinen von jener medialen Bildgewalt befreit, durch die sie weltweit bekannt wurden. Ihre historische Bedeutung ist heute nicht unmittelbar sichtbar, sondern entsteht erst aus der Spannung zwischen ihrer alltäglichen Erscheinung und den Bildern, die diese Orte dauerhaft im kollektiven Gedächtnis verankert haben.
Ergänzt werden die Ortsaufnahmen durch inszenierte Stillleben, die auf Archivmaterial, Zeitungen, Fernsehaufzeichnungen und weiteren historischen Quellen basieren. Die Arrangements untersuchen, wie Fotografien, Druckerzeugnisse und bewegte Bilder historische Narrative hervorbringen, einzelne Ereignisse in kulturelle Erinnerungen überführen und zugleich deren politische und gesellschaftliche Komplexität überlagern.
Die Arbeit verfolgt die Distanz zwischen historischen Ereignissen und ihrer fortdauernden Existenz als Bilder. Sie fragt danach, wie Fotografien und Fernsehbilder die Erinnerung an politische Gewalt bis heute prägen und wie ihre Bildsprache noch lange nach den Ereignissen sowohl in der Stadtlandschaft als auch im kollektiven Gedächtnis fortlebt.